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UX/UI Design

sameSpot

Eine App, bei der lokale Verbindung als Nebenprodukt entsteht, nicht als Ziel: für Menschen, die sich Nähe wünschen, aber von klassischen Sozial-Apps abgeschreckt werden.

Leitgedanke: Würde meine Persona sie nutzen, selbst wenn sie wüsste, dass sie nie jemanden trifft?

Product Designer 4 Monate Figma, Miro
71%warten passiv, statt anzusprechen
1/52hat sich je getraut
3blockierende Test-Probleme, alle behoben
≥15%der Wiedersehen führen zu Austausch
Das Ergebnis zuerst

Der Loop, in drei Schritten.

Eine Aufgabe an einem Ort, ein passives Wiedersehen, ein Austausch nur bei beidseitigem Wollen.

Prototyp ausprobieren
Spot besuchen
01Spot besuchen

Die App gibt eine kleine Aufgabe an einem konkreten Ort. Man geht hin, weil die Aufgabe reizt und nicht, um jemanden zu treffen.

Erneut sehen
02Erneut sehen

War jemand am selben Ort, erscheint das später im Feed. Passiv, ohne Namen, ohne Anschreiben: niemand muss den ersten Schritt machen.

Code tauschen
03Code tauschen

Erst wenn beide wollen, entsteht Kontakt: ein Code, den man teilt. Verbindung als Nebenprodukt, nicht als Ziel.

App startet Im Screen Der Loop
scrollen
Alle 14 Screens Hover zum Anhalten
Aufgabe abgeschlossen
Aufgabe abgeschlossen
Aufgaben-Detail
Aufgaben-Detail
Aufgaben-Story
Aufgaben-Story
Aufgabenübersicht
Aufgabenübersicht
Beendete Aufgabe
Beendete Aufgabe
Chat
Chat
Offene Aufgabe
Offene Aufgabe
Aufgabe abgeschlossen
Aufgabe abgeschlossen
Aufgaben-Detail
Aufgaben-Detail
Aufgaben-Story
Aufgaben-Story
Aufgabenübersicht
Aufgabenübersicht
Beendete Aufgabe
Beendete Aufgabe
Chat
Chat
Offene Aufgabe
Offene Aufgabe
Onboarding
Onboarding
Onboarding_ Profilbild
Onboarding_ Profilbild
Onboarding_ Stadt
Onboarding_ Stadt
Realer Austausch
Realer Austausch
Realer Moment
Realer Moment
Spot gestartet
Spot gestartet
Stufe 3
Stufe 3
Onboarding
Onboarding
Onboarding_ Profilbild
Onboarding_ Profilbild
Onboarding_ Stadt
Onboarding_ Stadt
Realer Austausch
Realer Austausch
Realer Moment
Realer Moment
Spot gestartet
Spot gestartet
Stufe 3
Stufe 3
01
Der Widerspruch

„Ich würde ja gerne, aber nicht so.“

01
Die Frage, mit der ich gestartet bin

Warum lernen sich Menschen, die sich täglich sehen, nie kennen?

Ich hatte eine bequeme Antwort im Kopf: keine Zeit, kein Interesse, alle sind mit sich beschäftigt. 52 Antworten und vier Interviews später war klar, dass keine davon stimmt.

02
Was die Umfrage sagt

Der Wunsch ist da. Er ist sogar größer als die Zufriedenheit mit dem eigenen Umfeld.

63 %wünschen sich neue Kontakte am eigenen Wohnort
2,9 / 4Wunsch nach Verbindung
2,7 / 4Frustration darüber, dass nichts passiert

Verbundenheit mit dem Ort und Verbundenheit mit Menschen sind zwei verschiedene Dinge. Das war die erste echte Überraschung.

03
Was trotzdem passiert

Eine von 52 Personen hat je jemanden Neues angesprochen.

Ich bin wohl einfach zu schüchtern dafür und kann nicht über meinen Schatten springen. Interviewperson 2 · Kernzielgruppe

Auffällig war nicht das Zögern, sondern die Selbstzuschreibung: Alle vier Interviewten suchten den Grund bei sich, keiner in der Situation.

04
Der Widerspruch

Es fehlt nicht an Gelegenheiten und nicht an Interesse. Es fehlt an einer Situation, in der niemand den ersten Schritt machen muss.

Umfrage: 52 Antworten · 4 Tage · 4 vertiefende Interviews
Auswertung 52 Antworten · 4 Interviews · 3 Motive

Drei Motive, und darunter immer dieselbe Ursache.

Ich habe die Aussagen so lange sortiert, bis sich Gruppen gebildet haben. Drei blieben übrig. Sie klingen unterschiedlich, laufen aber auf denselben Punkt hinaus.

Passives Warten

71 % der Antworten

Der Wunsch existiert, aber immer als Erwartung an jemand anderen. Niemand beschreibt sich selbst als die Person, die anfängt.

„…kann nicht über meinen Schatten springen.“Interview 2 wartet darauf, angesprochen zu werdenUmfrage, offenes Feld macht Dinge lieber allein als sie abzusagenInterview 4

Ablehnung vorweggenommen

in allen 4 Interviews

Die Absage wird durchgespielt, bevor überhaupt etwas passiert ist. Bewertet wird ein Risiko, das nie eingetreten ist.

rechnet mit einer abweisenden ReaktionInterview 1 will nicht störend wirkenInterview 3 nennt Ansprechen „unangenehm“, nicht „unmöglich“Umfrage

Selbstzuschreibung

1 von 52 hat es je versucht

Der Grund wird bei sich selbst gesucht, nie in der Situation. Damit wird aus einer Hürde ein Charakterzug, und der lässt sich nicht ändern.

sucht den Grund bei sich, nicht in der SituationInterview 2 nimmt an, für andere sei es leichterInterview 1 hat den Wunsch, aber keinen AnlassUmfrage
Gemeinsame Ursache

Alle drei setzen voraus, dass jemand den ersten Schritt sichtbar macht. Keins davon löst sich mit besserer Suche oder mehr Profilen: sie verschwinden erst, wenn der erste Schritt niemandem zugeordnet wird.

Belege
Clustering der Antworten samespot/clustering.jpg
Clustering im Board: die Rohantworten, bevor daraus Motive wurden.
Auswertung der Umfrage samespot/umfrage.jpg
Umfrage-Auswertung: 52 Antworten, wie sie aus dem Formular kamen.
Persona

Hanna ist keine Annahme, sondern eine Verdichtung.

Vier Interviews und 52 Umfrage-Antworten in einer Person. Sie merkt das Problem in den kleinen, unverabredeten Momenten, nicht abends in einer App.

Hanna Polm
Die Blockierte Hanna Polm 23 · lebt allein · neu in der Stadt
Ich sehe die gleichen Leute jeden Tag. Und trotzdem ist es, als wären wir uns nie begegnet. Verdichtet aus Interview 1, 2 und 4
Was sie will
  • Verbindung ohne Druck
  • dass sich ihr Leben wieder echter anfühlt
  • Menschen, die sowieso da sind
Was sie hindert
  • zerdenkt Momente, bevor sie passieren
  • rechnet mit Ablehnung
  • sucht den Fehler bei sich selbst
Woran die Lösung sich messen lassen muss

Hanna darf nicht diejenige sein müssen, die anfängt.

Markt

Vier Apps im Detail. Und eine leere Ecke gefunden.

Vier Apps, die Teile meiner Idee schon können: Bumble BFF (Kontakt ohne Dating-Druck), Meetup (gemeinsamer Anlass), nebenan.de (Nachbarschaft) und Pokémon GO (Orte als Spielfeld). Sortiert nach Ortsbindung und danach, wie viel Eigeninitiative der erste Kontakt kostet.

unbesetzt
ortsgebunden ortsunabhängig aktiv anschreiben passiv, ohne Ansprache
Pokémon GO
Meetup
nebenan.de
Bumble BFF
sameSpot
01

Ortsbezug ist überall nur ein Filter, nie der Anlass.

02

Wiederholung nutzt keine der vier als Signal: Pokémon GO bindet Orte, aber keine Menschen.

03

Die leere Ecke ist kein Zufall: ortsgebunden und passiv verlangt eine andere Mechanik.

02
Die Mechanik

Also habe ich das Ansprechen weggenommen.

Optionen

Drei Wege waren möglich, zwei habe ich verworfen.

Alle drei traten mit vergleichbarem Aufwand und vergleichbarer Relevanz an, die Bewertung allein entschied also nichts. Ausschlaggebend war das Kriterium aus Kapitel 01: Verbindung darf keinen aktiven ersten Schritt verlangen.

Verworfen

Wöchentliches Stadtspiel

Ortsgebundene Rätsel und Challenges, die Hanna wöchentlich an reale Orte in der Stadt schicken. Verbindung zu anderen entsteht nur, wenn beide es aktiv wollen.

Importance 4/4Effort 4/4Impact 3/4
Warum nicht: Das Rätsel bringt sie an den Ort, die Verbindung verlangt danach trotzdem ein aktives Zugehen. Die eigentliche Hürde bleibt unberührt, nur verlagert.
Verworfen

Stille Stadtkarte

Eine Karte, die sich durch Hannas eigene Alltagsorte füllt und still zeigt, wo andere regelmäßig sind, ganz ohne Profile, Namen oder Feed.

Importance 3/4Effort 4/4Impact 3/4
Warum nicht: Passiv genug, aber ohne Anlass. Eine Karte zeigt nur, wo Menschen sind. Wiederholung entsteht nicht von selbst, und ohne Wiederholung fehlt das Signal.
Gewählt

Alltagsaufgaben mit passivem Feed

Wöchentliche Alltagsaufgaben. Verbindung entsteht als Nebenprodukt durch geteilte Orte und einen passiven Feed, nicht durch aktives Suchen.

Importance 4/4Effort 4/4Impact 4/4
Warum diese: Die einzige Variante, die den Anlass liefert und passiv bleibt. Die Aufgabe erzeugt die Wiederholung, die Wiederholung ersetzt das Ansprechen.
Der Loop

Aus der gewählten Option wurden drei Schritte.

Kein Profil, kein Wischen, keine erste Nachricht. Was in der Option noch eine Idee war, ist hier der Mechanismus, an dem alles Weitere hängt.

01

Aufgabe an einem Ort

Eine kleine Alltagsaufgabe schickt Hanna an einen realen Spot. Sie geht hin wegen der Aufgabe, nicht wegen der Menschen.

02

Wiedersehen im Feed

Wer dreimal am selben Spot war, taucht passiv im Feed auf. Keine Benachrichtigung, keine Aufforderung, kein Ranking.

03

Code-Austausch

Erst wenn beide Seiten wollen, wird ein Code getauscht. Das ist der einzige Weg zu Kontakt.

Informationsarchitektur jede Kernfunktion in maximal 2 Klicks
Aufgaben
  • Spot-Detail
  • Aufgabe starten
  • Code-Exchange
Entdecken
  • Feed
  • Beitrag
  • Wiedersehen
Austausch
  • Begegnungen
  • Chat
Profil
  • Meine Spots
  • Einstellungen
  • Sichtbarkeit
Vom Sketch zum Screen

Was auf jeder Stufe dazukam und was wieder rausflog.

Die Aufgabenübersicht ist der Screen, der den Loop tragen muss. Deshalb habe ich ihn dreimal neu gebaut, bevor er in den Test ging.

01 Papier
Sketches auf Papier
Sketches

Zwei Tage nur die Frage: welcher Screen trägt den Loop? Sieben Varianten der Aufgabenübersicht, sechs verworfen.

02 Struktur
Wireframe
Wireframe

Vier Bereiche, eine Ebene tief. Hier ist der Feed vom Profil weggezogen, damit Wiedersehen nicht wie eine Benachrichtigung wirkt.

03 Klickbar
Mid-Fi-Prototyp
Mid-Fi

Hannas kompletter Weg von der Aufgabe bis zum Code, klickbar. Mit dieser Version bin ich in die Testsitzungen gegangen.

Scope

Was ich bewusst weggelassen habe.

Der Kern-Loop musste ohne Beiwerk funktionieren. Alles, was ihn erklärt oder monetarisiert hätte, ist für diese Version rausgeflogen.

Kein Matching-Algorithmus

Die Wiederholung am Ort ist das Signal. Ein Score hätte genau das ersetzt, was die App besonders macht.

Premium raus aus dem Kernflow

Im Test hat jede Bezahl-Schwelle den Loop unterbrochen, bevor er verstanden wurde.

Kein Chat-Ausbau

Der Code-Austausch ist eine „Sidequest“ innerhalb der Aufgabe, kein Abschluss. Die Aufgabe selbst beendet man weiterhin manuell. Was danach im Chat passiert, war nicht mehr Teil des Scopes.

03
Der Rückschlag

Im Gespräch verstanden, im Interface nicht.

Beide Testpersonen haben das Konzept im Gespräch verstanden und im Interface nicht wiedererkannt. Getestet habe ich nicht die Idee, sondern ob sie ohne meine Erklärung trägt. Sie trug nicht.

MethodeThink-Aloud, moderiert
MaterialKlickbarer Mid-Fi-Prototyp
Teilnehmende2 Personen aus der Zielgruppe
AufgabenAufgabe starten, abschließen, Wiedersehen finden, Kontakt aufnehmen
Was passiert ist

Drei Beobachtungen, und was ich daraus geschlossen habe.

Was die Testpersonen getan und gesagt haben, und was ich daraus gemacht habe.

01 „Du warst schon 3x am selben Ort wie Mara“ wirkte wie eine Meldung über eine fremde Person, nicht über sich selbst. gelöst in Kapitel 04: gemeinsamer Ort als Gesprächseinstieg
02 Nach dem Onboarding gescrollt, ohne zu klicken, kein sichtbarer Einstieg in die Aufgabenübersicht. gelöst in Kapitel 04: eine Aufgabe führt, mit klarem Einstieg
03 Chat und Begegnungen in der unteren Navigation gesucht, nicht gefunden. Sie lagen im Profil. gelöst in Kapitel 04: eigener Bereich in der Tab-Bar
Mein Denkfehler

Alle drei Findings hatten dieselbe Ursache.

Ich war überzeugt, das Wiedersehen sei der Wow-Moment. Es war das größte Risiko.

Der Fehler lag nicht im Detail, sondern in meiner Annahme: Ich hatte den Moment gebaut, den ich mir gewünscht habe, und nicht den, den jemand ohne meine Erklärung versteht. Erst als ich den Ablauf im Gespräch erzählt habe, nickten beide.

Deshalb

Der Test hatte nicht die Mechanik widerlegt, sondern die Ebene darüber: Reihenfolge, Benennung, Navigation, Tonfall, genau die Dinge, die ein Interface ausmachen. Weil alle drei Findings dieselbe Ursache hatten, reichte kein Nachbessern an einzelnen Stellen. Deshalb gab es kein Polishing am alten Mid-Fi. Ich hab die Oberfläche neu gebaut, die Mechanik aus Kapitel 02 unangetastet gelassen.

Grenze dieser Erkenntnis: zwei Personen zeigen Verständnisprobleme, keine Verhaltensmuster.

Priorisierung

Nicht alles Gefundene war gleich wichtig.

Aus dem Test kamen mehr Findings als Zeit. Ich habe sie danach sortiert, ob sie den Kern-Loop blockieren oder ihn nur bequemer machen. Nur die erste Gruppe habe ich umgesetzt.

Jetzt gelöst, blockiert den Loop
  • Wiedersehen positiv framen
  • Shared Spots als gemeinsamer Bezugspunkt eingeführt
  • Austausch in die Hauptnavigation
  • Ortsbezug der Aufgabe klarer machen
Vertagt, nice to have
  • Begegnungs-Kennzahl schärfen
  • Streak-Bedeutung erklären
  • Code-Austausch angenehmer gestalten
  • Entdecken-Bereich weiter vereinfachen
04
Die Lösung

Ich habe nicht die Mechanik geändert, sondern ihre Erzählung.

1. Wiederbegegnung
Erste Wiederbegegnung, Hinweis von unten

„Ihr lauft euch wieder über den Weg.“

Noch beiläufig: ein Hinweis von unten, keine Aufforderung.

2. Wiederbegegnung
Zweite Wiederbegegnung, Hinweis mit Namen

„Ihr seid euch gerade begegnet.“

Der Hinweis wird direkter: Name und Ort sind jetzt sichtbar.

3. Begegnung · Jetzt
Dritte Begegnung, vollflächiger Jetzt-Moment

„Ihr seid jetzt gerade beide hier.“

Vollflächig und dunkel: der einzige Moment, der einen echten Schritt verlangt.

≥15%
Ziel-KPI, nicht gemessen

der Nutzer:innen, die eine Wiederbegegnung sehen, starten einen Code-Austausch. Daran würde ich messen, ob der Kernmechanismus trägt, wöchentlich, verantwortet von UX, UI und Dev.

Sicherheit

Eine App, die Orte kennt, muss sich das verdienen.

Das „creepy" aus dem Test war kein Copy-Problem, sondern eine berechtigte Frage nach Kontrolle. Drei Regeln stehen deshalb über der Mechanik.

Der Code ist die Grenze

Ohne Austausch kein Kontakt. Es gibt keinen Weg, jemanden ungefragt anzuschreiben.

Blockieren und Ausblenden

Wer eine Person nicht mehr sehen möchte, blendet sie einfach aus. Still, ohne Erklärung, ohne dass die andere Person etwas davon merkt.

Geschlechtsfilter, opt-in

Vorab einschaltbar, damit zum Beispiel Frauen aus Sicherheitsgründen gar nicht erst Männer in ihren Begegnungen sehen, wenn sie das nicht wollen.

UI-System

Ein kleines System, damit 16 Screens zusammengehören.

Vier Farben, zwei Schriften, eine Handvoll Bausteine. Der Umfang ist kein Understatement, sondern Konsequenz aus dem Test: Wenn drei Findings dieselbe Ursache haben, braucht es keine Vielfalt, sondern Wiederholung.

Farbe
Signal#FF5B3A Genau ein Element pro Screen: der nächste Schritt. Aus Finding 02: ohne sichtbaren Einstieg beginnt der Loop nicht.
Ink#161311 Text und Navigation. Warmes Schwarz statt reinem, damit es neben dem Signal nicht kippt.
Stein#A79E92 Zweite Ebene: Metadaten, Zeitangaben, inaktive Zustände. Lesbar, aber nie im Vordergrund.
Papier#F5F2EC Grundfläche und Karten. Gebrochen statt weiß, damit Fotos von Orten nicht ausgeschnitten wirken.
Typografie

Ihr wart beide schon hier.

Fraunces · Display · 32/40

Kaffee an einem Ort, an dem du noch nie warst

DM Sans Medium · Title · 20/26

Aufgaben laufen 24 Stunden. Wer sie abschließt, taucht am Ort auf, nicht im Feed.

DM Sans Regular · Body · 15/21

Noch 6 Stunden · 3 Personen waren hier

DM Sans Regular · Caption · 11/14
Bausteine
Bausteine des UI-Systems: Aufgaben-Karte, Navigation, Buttons, Austausch, Spot, Profilbilder, Icons, Tag/Badge/Chip, Segmented Control
Arbeitsweise

Wie ich mit KI gearbeitet habe, und wo nicht.

KI war kein Werkzeug für den Entwurf, sondern für alles davor und daneben. Sie hat mir Zeit für Testen und Zeichnen verschafft.

Research & Auswertung Perplexity, Claude

Marktüberblick zusammengetragen, Antworten sortiert → Zahlen an der Quelle geprüft, Schnitt selbst gezogen

Sparring zur Mechanik Claude

Gegen den Loop argumentiert → zwei Optionen verworfen, dritte gewählt

Testmitschriften Google-Modell

Sitzungen auf Übereinstimmungen abgeglichen → Beobachtung und Deutung getrennt gehalten

Microcopy Claude

Mehrere Tonalitäten durchgespielt → Variante gegen Finding aus Kapitel 03 gewählt

Wo nicht

Kein Screen und kein Icon ist generiert, alle 16 Screens sind in Figma gebaut. Interviews, Usability-Test und Priorisierung kamen von mir.

Learnings

Was ich beim nächsten Mal anders mache.

01

Ich würde schon mit dem Low-Fi-Prototyp testen, nicht erst ab Mid-Fi.

02

Sicherheit war für mich anfangs kein eigenständiges Thema, sondern in der Mechanik mitgedacht. Erst die Feedback-Schleifen haben gezeigt, dass es eigene Antworten braucht: was, wenn jemand eine Person nicht mehr sehen möchte, oder ein Geschlecht komplett ausschließen will? Daraus sind die Sicherheitsregeln entstanden, das Blockieren/Ausblenden und der Geschlechtsfilter.

05
Vertiefung

Nicht beschrieben, sondern nachprüfbar.

Prototyp live aus Figma, zum Durchklicken

Probier es selbst: einmal durch den ganzen Loop.

Das ist der echte Prototyp aus Figma. Tipp oder klick dich von der Aufgabe bis zum Code-Austausch.

  1. 01Eine Aufgabe auswählen und den Spot starten
  2. 02Die Wiederbegegnung im Feed entdecken
  3. 03Den Code tauschen, wenn beide wollen

Tipp: Wenn du nicht weiterweißt, klick irgendwo ins Bild. Figma markiert dann die klickbaren Stellen.

Constraints

Was diese Case Study nicht beweist.

Drei Grenzen, unter denen dieses Projekt entstanden ist. Jede hat etwas gekostet, und jede hat etwas erzwungen, das sonst nicht passiert wäre.

01

Allein gearbeitet, ohne Entwicklung

Mechanik im Prototyp simuliert, kein Standort-Tracking, kein Test unter realen Bedingungen. → Jede Entscheidung musste begründet sein statt belegt.

02

Nur zwei Testpersonen

Zwei Personen zeigen Verständnisprobleme, keine Verhaltensmuster, keine Prozentzahl wäre echt. → Reichte, um den Kernfehler früh zu finden.

03

Keine echten Nutzungsdaten

Der KPI ist eine Behauptung mit Zielwert, kein Ergebnis. → So formuliert, dass er das Konzept widerlegen kann.

Über mich

Hi, ich bin Lina.

Ich bin UX/UI Designerin und komme aus der Mediengestaltung Digital & Print. Irgendwann habe ich gemerkt: Mich interessiert nicht nur, wie etwas aussieht, sondern wie es sich anfühlt, wenn man es benutzt.

Heute arbeite ich am liebsten dort, wo Research und Interface zusammenkommen: erst verstehen, dann gestalten, dann testen und wieder ändern.

LinkedIn Behance Dribbble Lebenslauf
Lina Melissa Arndt im Portrait
2 Jahre
Fachhochschulreife Gestaltung
3 Jahre
Ausbildung Mediengestaltung Digital & Print
4 Monate
Product Design Bootcamp
1 Jahr
Berufserfahrung im Design
2
Zertifikate